Sir Winston - eine Schiffsreise durch Südholland

Vom 25. Juli bis 1. August 2015 haben sieben Mitarbeiter der Baumhaus Werkstatt eine Schiffs- und Fahrradreise mit der Sir Winston von Amsterdam nach Rotterdam unternommen.

Bei der Ankunft am Samstag in Amsterdam war es sehr stürmisch und die Gruppe musste noch vom Bahnhof mit einer kleinen Fähre zum Schiffsanleger fahren. Alle wurden freundlich von dem Hotelmanager Roman begrüßt und in ihre Kabinen begleitet. Danach wurde das Schiff inspiziert, das über einen Salon mit Bar, ein Restaurant und ein schönes Sonnendeck verfügte. Insgesamt waren 70 Gäste in 35 Kabinen auf dem 67 Meter langen Schiff.

Herr Ernst fand schnell seinen Lieblingsplatz an der Schiffsbar und plauderte unentwegt und fröhlich mit dem charmanten Barkeeper Lobus sowie den anderen freundlichen Gästen an der Bar. Außerdem machte er sich schon ab zweiten Tag in der Rezeption als Hotelmanager nützlich. Während Frau Winzer den Platz im Deckshaus bei dem holländischen Kapitän Jacob und den beiden Steuermännern Peter und Martin bevorzugte.

Am ersten Abend hat die Gruppe einen Ausflug in das nächtliche Amsterdam unternommen und am nächsten Tag bei Madame Tussaud, Angela Merkel, das holländische Königspaar und viele andere Berühmtheiten besucht.

Am zweiten Tag fuhr das Schiff in die schöne kleine und bekannte Käsestadt Gouda. Dort wurde die längste Kirche von Holland, die St. Janskirche mit ihren berühmten Glasfenstern sowie biblischen Gemälden und das schöne Rathaus mit einem Figurenglockenspiel besichtigt. Am nächsten Tag ging die Reise nach Rotterdam und das Schiff hat direkt bei der berühmten Erasmusbrücke, die nachts wie ein weißer Schwan leuchtete, angelegt. In Rotterdam wurde ein Ausflug in die neue große Markthalle unternommen, die mit riesigen Blumen und Früchten bemalt ist. Dort gab es viele leckere Spezialitäten und Herr Ernst konnte endlich seine geliebten Pufferties essen. Frau Lindt konnte ausgiebig auf dem nahegelegenen Klamottenflohmarkt shoppen und zum Abschluss wurden am Fischstand noch leckere Kibbelings verspeist. Ebenfalls wurde in Rotterdam eine Rundfahrt durch den größten europäischen Hafen unternommen und man konnte auf der Fahrt die ungewöhnliche und futuristische Architektur der vielen Hochhäuser, die vor allem nachts an die Skyline von Manhatten erinnerte, besichtigen.

Von Rotterdam ging es am nächsten Tag vorbei an Kinderdijk mit seinen 18 historischen Windmühlen, die als Weltkulturerbe bekannt sind zu dem kleinen gemütlichen Ort Schonhoven. Dort hat die Gruppe am Abend einen Ausflug in urige holländische Kneipen unternommen. Wie bei jedem Landgang war Anne Rampf immer vorne vorweg die Anführerin der kleinen Reisegruppe.

Von Schonhoven fuhr das Schiff weiter nach Utrecht und von dort zurück nach Amsterdam. In Amsterdam hat die Gruppe noch eine tolle Grachtenfahrt gemacht und so noch mal den Flair der schönen alten Stadt genossen.

Die Fahrradhelden der Reise waren Lukas Scheffler und Michelle Lehmann die eine Fahrradtour über 46 km von Schoonhoven nach Utrecht gemacht haben und am Abend das gelbe Trikot tragen durften. Das abendliche Dinner vom Schiffskoch Jara war köstlich und „sprengte jeden Gürtel“ und immer freundlich von der bildschönen Irena serviert. Insbesondere das Piratendinner war ein Hit und die Piraten schmissen die Hähnchen auf die Tische und sprühten Sahneberge auf den Nachtisch.

An einem Abend erstaunte der Zauberer Nils aus Rotterdam die Gäste mit tollen Tricks und gefährlichen Becherspielen.

Der Hit war der Karaoke Abend und Karl-Heinz hat für Stimmung gesorgt und ein tschechisches Lied von dem smarten Roman erzeugte richtige Gänsehaut. Lea Winzer hat sich als textsichere Sängerin für „Mama Mia“ erwiesen und Florian Ernst ist der neue Jackson. Alle haben mitgesungen und spätestens bei „we are the world“ waren alle in „einem Boot“. Es wurde noch lange getanzt und gefeiert und nur ungern wollte der eine oder die andere die Bar verlassen und diese Nacht beenden.

Bei schlechtem Wetter wurden gerne die Angebote in Uschis und Mariechens Friseur- und Schönheitskabine genutzt und hier wurde so mancher frisch verfönt und lackiert. Frau Unruh betrieb gerne mit dem holländischen Kapitän Jacob auf dem Sonnendeck gepflegte Konversation und nach dem zweiten roten Genever war die Sache besiegelt: die Sir Winston wird das nächste Integrationsprojekt.

Zum Abschied hat unsere Gruppe beim abendlichen Dinner eine kleine Dankesrede gehalten und von dem immer sehr fürsorglichen Reiseleiter Karl-Heinz noch ein selbstgemaltes Eigenporträt erhalten. Das wurde sorgfältig in einer Frischhaltetüte von Lukas Scheffler mit der Bahn nach Hause transportiert und hat nun einen schönen Platz im Wohnheim. Die Reise war wirklich ein tolles Erlebnis für unsere Gruppe und wir danken der tollen Crew und den ebenso tollen Gästen für die schöne Zeit und die vielen schönen Begegnungen auf der Sir Winston!

Bettina Unruh

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